SND/DACH-Stammtisch im Mai

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

unser nächster Stammtisch findet am Dienstag, 23. Mai statt.
 
Ort: Er findet diesmal nicht bei der dpa statt, sondern in der 21. Etage des DB-Towers.
Das Gebäude steht am Potsdamer Platz und bildet den östlichen Abschluss des Sony Centers.
 
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt, der Eintritt streng geregelt.
 
Darum bitte ich um
1. Anmeldung per E-Mail (heber.raimar@dpa.com)
2. Pünktliches Erscheinen (18.50 Uhr)
 
Wir treffen uns um 18.50 Uhr unten am Eingang und werden gemeinsam nach oben gebracht.
 
 
Thema:
Marketing und Ethik – geht das zusammen?


Über sich verändernde Spielräume und Freiheitsgrade in der Sprache und der visuellen Kommunikation, unseren Umgang damit und unsere Haltungen dazu.
 
Was durften/konnten wir noch vor 10 Jahren sagen/schreiben/zeigen? Und was geht heute nicht mehr? Warum?
Auf der Basis eines Vortrags zum Thema steht an diesem Abend vor allem die Diskussion um aktuelle Entwicklungen und arbeitsalltägliche Herausforderungen im Mittelpunkt wie auch die Frage nach Arbeitsethik und Erwartungshaltungen.
 
Die Teilnehmer/innen sind herzlich eingeladen, auch vorab eigene Praxisbeispiele und Themen aus ihrem Arbeitsalltag einzubringen, für die sie Lösungen finden möchten.
 
Referentin: Dr. Andrea Wels, Philosophin, Dozentin, Inhaberin wels – Organisationsberatung & Business Coaching

 
Zum Titelbild:
1994 präsentierten die Modemacher aus Treviso bei Venedig die blutbefleckte Kampfmontur des erschossenen Kroaten Marinko Grago. Die Tatsache, dass es sich tatsächlich um die Kleidung handelt, die der junge Soldat bei seinem Tod getragen hat, macht die Wirkung so stark. Der Vater Marinkos hat Toscani die Kleidung seines Sohnes zukommen lassen, um für den Frieden zu werben. Auf dem T-Shirt ist sogar noch das Einschussloch zu erkennen. Genauso wie das Bild von dem Soldatenfriedhof zeigt das Foto von Marinko die Konsequenzen des Krieges. Den Menschen wird vor Augen geführt, dass man im Krieg immer nur verlieren kann. Natürlich kam es auch bei dieser Kampagne zu Protesten. Es wurde als geschmacklos empfunden, mit solchen Methoden Werbung zu machen, mit toten Menschen seinen Umsatz zu steigern. Es wurde argumentiert, Ihnen würde die letzte Würde entrissen.
 
"Wenn mich die Leute fragen, was denn der Krieg in Ex-Jugoslawien, Aids oder aktuelles Zeitgeschehen mit Pullovern zu tun haben, antworte ich, sie hätten gar nichts miteinander zu tun. Ich verkaufe nicht. Ich versuche nicht, das Publikum zu überreden. Ich nutze die Möglichkeiten, die Wirkungskraft einer unausgeschöpften und verachteten Kunst, nämlich der Werbung. Ich kratze die öffentliche Meinung da, wo es sie juckt"

Oliviereo Toscani